Cologne Classic
das traditionelle Radrennen
der Domstadt Köln

Speedway wird zur Rennstrecke

Kategorie: Allgemein
Datum: 29. April 2016
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Artikel aus dem Lokalsport Rhein-Erst-Kreis.de vom 28.April 2016 von Hans Joachim Moers

 

Elsdorf. Die Sportliche Leiterin des Radrennclubs „Günther“ Longerich, Gina Haatz, hatte prominente Unterstützung mitgebracht. Gemeinsam mit der RTL-Moderatorin Ulrike von der Groeben und dem Radprofi Nils Politt stellte sie im Forum Terra nova am Rande des Tagebaus Hambach das Programm für das Europacuprennen und die Internationalen Deutschen Meisterschaften der Paracycler vor.


Nach dem Erfolg im vorigen Jahr werden die Einzel-Zeitfahren erneut von dem Kölner Radsportverein auf dem „Speedway“, der über 14 Kilometer kreuzungsfrei das Kraftwerk Niederaußem mit dem Tagebau Hambach im Westen des Rhein-Erft-Kreises verbindet, ausgerichtet. Die Titelkämpfe der behinderten Radrennfahrer werden am Samstag, 14. Mai, gestartet. Die Straßenrennen stehen am Pfingstmontag in Köln-Longerich auf dem Programm.
Gegenüber dem Vorjahr wurde das Programm noch um die Nordrhein-Westfälischen Radmeisterschaften erweitert, bei denen unter anderen auch Jungprofi Nils Politt aus dem Team Katusha an den Start gehen wird. „Für mich wird das ein gutes Training sein. Der Termin passt gut in den Zeitplan zur Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren, Ende Juni“, erklärte der Hürther, für den vor „der Weltmeisterschaft von Köln“, den Cologne Classic, noch ein Etappenrennen in England ansteht.
Für die Paracycler sind die Deutschen Meisterschaften eine Pflichtveranstaltung auf dem Weg zu den Paralympischen Spielen im September in Rio de Janeiro. So wird voraussichtlich auch die bei Paralympics und Weltmeisterschaften erfolgreichste deutsche Radsportlerin Andrea Eskau, die ganz in der Nähe des Forum Terra nova in Angelsdorf wohnt, im Handbike-Rennen an den Start gehen.
Die Organisatoren um Gina Haatz erwarten rund 120 Sportlerinnen und Sportler aus 14 Nationen. Unter anderen wird das kanadische Paralympicteam mit sechs Aktiven dabei sein. Die Kanadier wollen zudem in der Woche zwischen den Internationalen Deutschen Meisterschaften und dem Weltcup-Rennen am 21/22. Mai in Belgien den Speedway am Tagebaurand zum Training nutzen.
Ebenfalls rund 120 Radrennfahrer, von den Schülern bis zu den Senioren, werden am Nachmittag bei den NRW-Meisterschaften am Start erwartet. Anders als im Vorjahr soll am Abend auch die Siegerehrung im Forumsgebäude stattfinden, zu der die Radsportfreunde ebenfalls eingeladen sind. Für die Gesamtveranstaltung mit den Rennen am Tagebaurand und in Köln-Longerich hat Vereinsvorsitzender Gino Baudrie zwar noch eine kleine Finanzierungslücke im 50 000 Euro Etat, die jedoch durch Spenden oder Sponsoren geschlossen werden sollte. Schirmherrin Ulrike von der Groeben rührt schon fleißig die Werbetrommel.
Unterstützt werden die Radsportler um Gina Haatz, wenn auch nicht direkt finanziell, von den anliegenden Städten. Sowohl die Bergheimer Bürgermeisterin Maria Pfordt als auch der Elsdorfer Bürgermeister Andreas Heller sagten ihre „bestmögliche Unterstützung“ zu.
Pfordt stellte als Vorsitzende des Zweckverbandes Terra nova noch einmal den Freizeitwert des Biosphärenbandes zwischen Tagebau und Kraftwerk vor und lud die Radsportler und Freizeitradler aus der Region dazu ein, den „Speedway“ zu nutzen. Sie freue sich, so Pfordt, dass die Rennveranstaltung den Bekanntheitsgrad dieses „touristischen Highlights“ vergrößern wird. Mit der Stellvertretenden Landrätin Eva Fielitz ist auch der Rhein-Erft-Kreis mit im Boot.
Thomas Körber, Leiter des Tagebaus Hambach, führte aus, dass das Unternehmen RWE Power, sozusagen als Gastgeber, die Veranstaltung „nach Kräften unterstützen“ wird. Schon im Vorjahr hatte RWE Power eine etwa 800 Meter lange Verbindung zwischen dem Speedway und dem Forum geschaffen, um die Streckenführung zu optimieren.
Dazu, dass die Meisterschaften eine „runde Sache“ werden, wird auch der Radsportverband NRW beitragen, der bei der Vorstellung vom Leiter der Technischen Kommission, Hermann Schiffer, vertreten wurde.
„Das wird ein tolles Ereignis, bei dem ich gerne dabei bin“, versprach Schirmherrin von der Groeben bevor sie sich aufs Rennrad schwang. „Wir haben im Vorjahr viele positive Rückmeldungen bekommen, die uns bestärkt haben, die Rennen wieder hier auszurichten“, warb Gina Haatz um einen Besuch am Pfingstsamstag.

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